Überlegungen zu Raumerfassung und Flächenrechnung in Mesopotamien

Hagan Brunke

Abstract


Aus dem südlichen Mesopotamien stammen die ältesten schriftlichen Zeugnisse für die quantitative Erfassung der Umwelt des Menschen. Die frühesten Urkunden dieser Art stammen aus dem ausgehenden 4. und dem beginnenden 3. Jahrtausend v. Chr. und handeln von der Vermessung von Feldern und der Berechnung ihrer Flächen. In der Folgezeit entwickeln sich im Zuge der komplexer werdenden Verwaltung die Methoden der Verarbeitung quantitativen Datenmaterials kontinuierlich weiter. Spätestens mit dem aus-gehenden 3. Jahrtausend beginnt die Auseinandersetzung mit zunehmend von den konkreten Gegebenheiten der realen Umwelt losgelösten räumlichen Konzepten und die Betrachtung geometrischer Strukturen um ihrer selbst willen. Sie ist ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung der Mesopotamischen Mathematik.

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eTopoi. Journal for Ancient Studies (ISSN 2192-2608)